Zu einigen Stücken hatte ich Begleittexte geschrieben, welche die Musik m.E. noch besser erlebbar machen:
The Road © FRR, Tespe_1998
(Der lange Weg zum Arbeitsplatz.. )
Ein Begleittext zu CAM (Computer Aided Music) ”The Road”
Sequ.
0:0 Es ist noch recht früh am Morgen, feucht, Nieselregen.
Ich bin noch etwas müde, fahre aber aus alter Gewohnheit zügig.
Das Lenkrad ist eiskalt.
0:31 Die Scheinwerfer der entgegenkommenden Wagen stechen in
0:39 den Augen, spiegeln sich in der verschmierten Frontscheibe.
0:47 Nur wenige Fahrzeuge sind um diese Uhrzeit unterwegs.
Die Morgendämmerung setzt ein.
0:55 Der kleine Wald taucht schemenhaft aus dem Bodennebel auf.
1:11 Vor mir ein LKW, die Straße ist kurvig...,
1:18 ...ich kann nicht überholen...!
1:34 Endlich vorbei!
1:41 Kuhdorf voraus!
1:49 Viel zu schnell durchquere ich die kleine Ortschaft.
1:57 Die Straßenbeleuchtung ist spärlich wie immer.
2:05 Weit vor mir blitzen Lichter auf, Blaulicht.
2:12 Ein Unfall?
2:20 Ein Stau?
2:28 Es muß bei der Brücke sein.
Weit vor der Brücke stoppen mich rote Bremslichter.
2:36 Ein Polizist leitet die Fahrzeuge in einen Feldweg um.
2:43 Eine Umleitung! Das fehlt mir gerade noch...!
2:51 Wo geht es denn nun entlang?
2:59 Ich muß irgendwie wieder auf die Landstraße kommen...
3:14 Endloses Gekurve...
3:30 Der Umweg scheint kein Ende zu nehmen,
das kostet eine Unmenge Zeit!
3:38 Ich bin froh, als ich die Landstraße wieder erreiche,
die gewohnte Route.
3:45 Jetzt wird es aber wirklich Zeit!
3:52 Ich trete das Gaspedal durch ...
4:05 Hoffentlich komme ich nicht zu spät!
= =
Drunken © FRR,Tespe_1998
(Hilfe, mein Toaster brennt! )
Ein Begleittext zu CAM (Computer Aided Music) ”Drunken”
Sequ.
0:0 Ich bin doch nur leicht beschwipst,
hab´ doch kaum etwas getrunken.
Warum dreht sich dann alles?
0:17 Warum kann ich mich so schlecht konzentrieren?
0:29 Warum ist mir so schlecht?
0:40 Und was mache ich um alles in der Welt hier auf der Erde?
0:46 Ich muß zugeben, ich komme nur mit Mühe wieder auf die Beine.
0:58 Ich schaffe die Treppe kaum, stoße gegen die Wand, taumele.
1:20 Aber irgendwie erreiche ich doch die Wohnung.
1:31 Nach nur zwei Stunden habe ich den Schüssel im Schloß.
Nach einer weiteren sogar in die richtige Richtung gedreht...
...und aufgeschlossen.
2:00 Ich taumele durch die Wohnung.
2:15 Ich muß noch dringend einen Schluck trinken.
Eine Scheibe Toast wäre vielleicht nicht verkehrt...
2:35 Ich stopfe zwei Scheiben in den Toaster und suche nach
etwas Trinkbaren.
Leitungswasser? ...Ungenießbar!
2:46 Mein Gott, ist mir schlecht!
2:57 Wo ist denn nur das Badezimmer...
...das war doch immer hier...
3:09 Ich wanke, halte mich am Waschbecken fest,
das Becken gibt nach, reißt aus der Wand.
Wasser spritzt mir ins Gesicht...,
aus der Küche dringen Rauchschwaden, ...
3:22 Hilfe, mein Toaster brennt!
Das Chaos bricht aus...,
3:31 ...nein, es ist schon lange ausgebrochen!
= =
Nightdriving ©FRR,Tespe_1998
(Fahrt durch die Nacht)
Ein Begleittext zu CAM (Computer Aided Music) ”Nightdriving”
Pos.
0:0 Sternenklarer Himmel. Das gleichmäßige Brummeln des Motors...
0:16 Büsche und Bäume, die als dunkle Schatten rechts und links vorbei ziehen.
0:24 Ich passiere einen Hügel, eine offene Ebene liegt vor mir,
dunkel, geheimnisvoll.
0:32 Darüber strahlen mir die Sterne entgegen, einige scheinen zu flackern,
aufzublitzen, dann wieder zu verlöschen.
1:19 Es ist schön, das Gefühl Zeit zu haben.
1:30 Das Gefühl, allein zu sein, aber nicht einsam.
1:34 Mit innerer Ruhe den Sternenhimmel genießen...
1:41 In der weiten, dunklen Ebene sehe ich einige Lichter.
1:50 Ich gleite über die einsame Landstraße auf sie zu,
1:57 erreiche den kleinen Ort mit seinen wenigen Häusern.
2:04 Es ist spät;, kein Mensch auf den Straßen.
2:12 So schnell wie der Ort aufgetaucht ist, so schnell liegt er
auch schon wieder hinter mir.
2:28 Wieder die weite, offene Landschaft im Mondlicht.
2:36 Herrliche Ruhe...
2:44 ...ich lasse den Wagen in mäßigem Tempo
schnurren wie eine Katze, die sich wohl fühlt...
2:50 Die Sterne scheinen zu Sphärenklängen zu tanzen...
3:00 ...flackern..., blitzen auf...
Wunderschön!
3:16 Ich glaube, Orgelklänge zu hören...,
3:23 ...den volumige Sound einer Kirchenorgel.
3:38 Der Klang gibt mir Kraft, ich fühle mich stark.
3:48 Vielleicht sollte ich etwas schneller fahren...
355 ...beschleunigen...
Es ist spät.
4:01 Ich möchte nach Hause und trete das Gaspedal durch...
4:09 Es macht Spaß, schnell zu fahren!
4:17 Ich drücke noch etwas auf die Tube...
4:35 ... und beschleunige...
= =
Jogging © FRR,Tespe_1998
(...neue Schuhe, neues Glück...)
Ein Begleittext zu CAM (Computer Aided Music) ”Jogging”
Sequ.
0:16 Die Laufschuhe und den neuen Jogginganzug an...
...in dem neuen Sweatshirt fühle ich mich noch nicht ganz wohl...
0:22 Ich trete vor die Tür und stelle fest: Es wird Winter!
0:40 Mit leichtem Trab die Muskulatur aufwärmen...
0:56 ...locker bleiben, trotz der Kälte...
...nur keine Zerrung holen!
1:10 Da vorne liegt der Park, nur noch wenige Schritte...
1:20 ...Leichte, federnde Schritte... locker bleiben..
...die Arme frei arbeiten lassen...
1:42 An der großen Liegewiese vorbei...
...der Springbrunnen läuft nicht mehr, es ist ja fast Winter...
2:06 Eine kurze Verschnaufpause am See...
...nicht stehenbleiben, einfach nur das Tempo drosseln!
2:13 Und weiter geht´s mit frischer Kraft...
...mit frischer Kraft, das sagt sich so leicht...
2:23 Um den See herum, die alte, bekannte Route...
2:28 Ich merke, wie mir der Schweiß das Brustbein herunter läuft...
wie die Kleidung am Körper klebt...
2:46 Meine Bewegungen sind gleichmäßig und harmonisch.
Die kalte Luft..., der Atem...wird schwerer...
2:58 Die Gedanken beginnen um die Dusche zu kreisen...,
das erfrischende Wasser... ,
...das angenehme Prickeln auf der Haut.
3:40 Die Luft, die ich einatme, ist ziemlich kalt...,
...eiskalt..., ...sie sticht in den Bronchen..., ich keuche...
3:51 Die Dusche?
Die Dusche!!!
= =
Das kann doch nicht wahr sein!
© FRR,Tespe_1998
Ein Begleittext zu CAM (Computer Aided Music) ”Nicht wahr”
Sequ.
0:0 Gut gelaunt erwacht, mit tänzelnden Schritten in die Küche...,
die Kaffeemaschine fällt vom Tisch.
0:40 Der Toast verbrennt...
Meine Güte, wir lassen uns doch dadurch die gute Laune
nicht verderben, oder?
1:04 Ich höre die Zeitansage im Radio. Was, schon so spät?
1:11 Ein Blick auf die Uhr sagt: ...sie ist stehengeblieben!
Jetzt aber los!
1:18 Das Auto springt nicht an!
1:26 Das kann doch nicht wahr sein!! !
1:34 Also nehme ich den Bus...
1:41 Ist der nun schon durch, oder kommt er zu spät?
1:50 Okay, ich nehme ein Taxi.
1:57 Und schon stehen wir im Stau...!
2:05 Der Taxometer tickt... Was das wie der kostet!
2:13 Komme in der Firma an.
2:21 Die EDV-Anlage läuft nicht, Nachtabsturz! Nichts klappt!!
2:31 Überraschenden Betriebsversammlung und die Hiobsbotschaft:
die Belegschaft soll um ein Drittel abgebaut werden!
2:43 Meine Güte;...
2:51 ...fehlt nur noch, dass die Freundin anruft und Schluß macht.
3:00 Das Telefon klingelt. Die Freundin ist daran!
3:15 Meine Güte, das kann doch nicht wahr sein!
3:23 Aber wir wollen uns dadurch doch wohl nicht den
Tag verderben lassen, oder?
= =
The Simple Rock ©FRR,Tespe_1998
(Three-Riff-Fun)
Ein Begleittext zu CAM (Computer Aided Music) ”The Simple Rock”
Sequ.
0:00 Das einfache Urthema des Rock ´n Roll, das im Rhythm & Blues
geboren wurde.
Simpel wie jede Schülerband ihn spielen würde...,
0:44 ...mit einer ebenso einfachen, wie direkten E-Orgel.
Und gerade die Schülerband ist es, die ich vor mir sehe,
die jungen Leuten, wie sie mit drei Riffs einfach Spaß produzieren.
Einfach Spaß. Ohne Anspruch auf "Neues",
ohne Anspruch auf Perfektion.
Die Fußspitze beginnt im Takt zu wippen.
Erst unbemerkt, dann heftiger.
Der ganze Körper beginnt den Takt aufzunehmen...,
...zu reflektieren.
1:26 Nur einfach Vergnügen.
2:10 Three-Riff-Fun.
Einfach Spaß auf der Basis von drei simplen Harmonien.
The simple Rock ´n Roll...
2:41 ”The Simple Rock”