Ein Multitalent gibt auf ...

Wenn Sie diesen Text lesen, weile ich nicht mehr unter den Lebenden. Der Frust hat mich dahingerafft. Wer sich für die Gründe interessiert, sollte diesen Link anklicken.

Auf dieser Domain hinterlasse ich die wichtigsten Teile meines Lebenswerkes. Aus meinen Wirtschaftsstudien sind dies m.E. das A-B-C-Modell und meine Arbeiten über den “Liquiditätspool” (im Börsenteil), aber auch über die evolutorische Ökonomik.

Das A-B-C-Modell zeigt auf einfachste Weise nicht nur, wie Wirtschaftskraft daraus erwächst, dass die im Kreislauf angebotene Leistung dem Käufer mehr wert ist, als dem Anbieter, sondern es macht auch den Zeitfaktor deutlich. Denn nicht nur für den "Return-On-Investment" ist Zeit notwendig, sondern natürlich auch für den Allgemeinnutzen bei Innovationen. In der Folge von immer weiter beschleunigten und dafür wesentlich kürzeren Innovationszyklen haben wir mit Überkapazitäten und mangelnden Folgeaufträgen zu kämpfen. D.h. anders herum auch: immer höherer Kapitaleinsatz trifft auf immer kürzere Zeiträume der Erwirtschaftung von Überschüssen; das “Tamagotchi-Syndrom” - kurz und heftig. Hier hat uns die Deutsche Wiedervereinigung schmerzlich vor Augen geführt, was passiert, wenn die komplette Infrastruktur innerhalb eines Jahrzehnts aufgebaut werden soll, die eigentlich fünfzig Jahre benötigt, um aus Überschüssen der Realwirtschaft bezahlt zu werden. Gigantische Verschuldung (mit kaum zu erfüllendem Schuldendienst für Generationen) ist die Folge.

Der “Liquiditätspool” zeigt nicht nur, wie Ein- und Ausfluss von Kapital dort stattfindet, wie Finanzinstitute, Makler und Daytrader von Kapital leben, das gleichzeitig durch permanente Sparleistung und durch langfristig orientierte Anleger dort hinein gepumpt wird, sondern auch, warum ein sehr langfristiges Ansteigen der Aktienwerte als normal angesehen werden muss - losgelöst von der wirtschaftlichen Situation.

Das Multitalent hat aber natürlich wesentlich mehr geschaffen. Unter verschiedenen Pseudonymen war ich auf den unterschiedlichsten Gebieten produktiv. Als Cartoon-Zeichner P.Pauly habe ich nicht nur unzählige Zeichnungen und Ideen auf Papier und Bildschirm gebracht, sondern auch einige Cartoon-Bücher herausgegeben.

“Das Bonsai-Schmunzelbuch” wurde gefolgt von “Das Tennis-Schmunzelbuch”, zweifellos der größte Erfolg unter meinen Büchern. “Das Computer-Schmunzelbuch” suchte Ende der 1980er Jahre leider erfolglos einen Verlag. In der Media Velagsgesellschaft mbH, Scheidegg (CD-Rom Magazin) erschien “Mein Computer und ich”.

Den größten Frust bescherte mir jedoch die aktuelle desolate Verlagssituation für frische Autoren. Mein hochwitziger, von vielen Seiten gelobter satirischer Roman “Pe und Ette” (es geht um den Geräte-Alergiker Pe, der in ständigem Kampf mit seinen Haushaltsgeräten lebt, und um seine unerreichbare Traumfrau) fand leider keinen Verlag. (Ein Jammer, hätte perfekt in den Bereich Wunderlich-Hardcover gepasst!) Ich hoffe dennoch, dass diese "gute Unterhaltung" (Zitat) doch noch eines Tages gedruckt wird; das Honorar zu Gunsten meiner Familie ist mit LKM Klaus Middendorf, 86836 Graben am Lech, zu verhandeln. (Lieber Klaus Middendorf, schade um die vielen lustigen Bücher, die sich noch in meinem Kopf befinden!)
Da ich nichts mehr zu verlieren habe, stelle ich Ihnen, lieber Leser, vorübergehend das Manuskript hier zur Verfügung: DOWNLOAD - zip-Datei ca. 177 KB, bilden Sie sich darüber ein eigenes Urteil - und viel Spaß dabei!

Warum arbeitet man unter Pseudonym? Dies hat bei mir Geschichte. Als ich in den 1980er Jahren für das Bonsai-Magazin des damals noch existierenden Miro-Verlages Artikel für das Bonsai-Magazin schrieb (ist schon gut, ich kenne den Gag: "Deswegen ist es wohl Pleite gegangen?"), wollte ich zu den seriösen Artikeln die gleichzeitig von mir erscheinenden Cartoons abgrenzen und benutzte das Pseudonym P.Pauly. Es rührte her aus der meiner Deutschrock-Zeit, in der ich von meinen Musiker-Freunden genau so genannt wurde.

Später musste eine andere Abgrenzung für meine Wirtschaftsthemen her; hier wählte ich "Frank Kaa". (Die Arbeiten um das Thema “Liquiditätspool” hätten sicher auch verdient gehabt, als Buch zu erscheinen.) Auch dieses Pseudonym hat eine Geschichte, die ich hier jedoch nicht preisgebe.

Als Baumfotograf war ich in den letzten Jahren unter “Efferer” tätig, was der Phonetik von FRR entspringt. Überhaupt hat die Baumseite www.altebaeume.de mir über einige Tiefpunkte hinweggeholfen, wenngleich sie den tief sitzenden Frust aus anderen Gründen nicht beheben konnte. Die Baumseite scheint übrigens genau so erfolgreich im Zugriff zu werden wie diese hier.

DIe Jahre meiner Jugend wurden hauptsächlich durch aktive Musik und Malerei bestimmt. Ich quälte damals Öl- und Akrylfarben, bis mir als aktives Mitglied der Kunstgemeinschaft Sachsenwald klar wurde, dass ich weniger für die Farbe, als für den Zeichenstift geboren wurde. Diesen habe ich dann auch nicht mehr aus der Hand gelegt. Und was war mit Musik? Von Schülerbands bis zu späterem Deutschrock war es die Gitarre, die mich durch Höhen und Tiefen begleitete. Immerhin gab es zwei LP Aufnahmen, von denen unsere Band eine im Subscriptionsverfahren veröffentlichte. Es war eine Rock-Oper über ein Mädchen, das ungewollt ein Kind bekommt; musikalisch sicher kein Highlight, weshalb ich hier auch nicht näher darauf eingehe.

In den 1990er Jahren fesselte mich “CAM” - wie ich es nannte, Computer Aided Music. Ich hege die Hoffnung, dass mein Sohn die sich daraus ergebende CD “PosiTief” - hier an dieser Stelle (Titel hier) - als MP3-Link einfügen wird.
  Anmerkung von Alex R., 07.10.2003: Die Musikstücke stehen auf der Musikseite (s. Link) zum Download bereit.

Ich trage die Hoffnung, dass ich vielen Menschen mit meinen Kreativ-Produkten ein wenig Freude bereiten konnte - seien es gedankliche Anregungungen im Wirtschaftsbereich oder das Schmunzeln über Zeichnungen und Worte ...

Herzlichst
Ihr
Frank-Reiner Renk