Zum Glück gibt es viele Mitbürger, die sich für unseren Baumbestand und den Erhalt alter und unwiederbringlicher Solitäre einsetzen. Einem Kämpfer der besonderen Art wollen wir an dieser Stelle hier unseren Dank aussprechen, auch wenn ihn dieser nicht mehr persönlich erreichen kann.
Hartwig Goerss entstammte einer tradionsbewussten Familie, die bereits seit 1798 dem Forstberuf verhaftet ist. Der gebürtige Berliner begann seine Laufbahn in den Wäldern der Mark Brandenburg. Nach der unseligen Unterbrechung durch Krieg und Kriegsgefangenschaft konnte die Laufbahn ab 1950 in Hessen fortgesetzt werden. Dort betreute Hartwig Goers 24 Jahre lang das Forstrevier Gladenbach.
Besonders prägend war für Hartwig Goers die Berufung zur forstlichen Entwicklungshilfe in Südamerika, denn die Eindrücke dort von Ursache und Ablauf der durch den Menschen erzeugten Umweltzerstörung ließen ihn fortan nicht mehr los. So kam es, dass er sich verstärkt für Pflege, Erhalt und Aufbau von Wäldern als Grundlage allen menschlichen und tierischen Lebens einsetzte. Zahlreiche Veröffentlichungen zu diesem Themenkreis, Beratungen und Reisen in zahlreiche europäische Länder machten ih als Spezialisten bekannt.
Wälder waren für ihn stets das oberste Ordnungsprinzip, ohne das es keinen Bodenschutz, keinen Wasserhaushalt und keine ausreichende Sauerstoffversorgung gibt. Seine große Liebe galt den Bäumen, insbesondere den uralten Veteranen als Zeitzeugen längst vergangener Epochen. Lange hat er in Chroniken und Urkunden nach geschichtlichen Daten und Erwähnungen gesucht, Bäume aufgesucht, vermessen und fotografiert. Das liebevoll zusammengetragene Material stellte er uns allen in Buchform 1981 vor, als der Landbuchverlag, Hannover, den bebilderten Band "Unsere Baumveteranen" veröffentlichte. Dieses Buch wurde bis 1991 verkauft und ist heute nur noch über Antiquariate zu erhalten.
Wir sind Hartwig Goers zu Dank verpflichtet, denn er gab mit seinem Einsatz den Weg vor, den wir heute weitergehen wollen - in einem neuen und für die meisten Menschen zugänglichen Medium, dem Internet. Dieses Medium ermöglicht, was früher mit keinem Buch denkbar war: die kontinuierliche Ergänzung des Materials, woraus im Laufe der Zeit eine attraktive Datenbank entstehen wird. Im Mai 2003
Wir danken an dieser Stelle auch den zahlreichen Helfern und den Personen, die www.altebaeume.de
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