Diese Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und werden unter jeglichem Vorbehalt wiedergegeben.
Die stärksten Bäume der Erde - > in Kalifornien und Mexiko:
Kalifornien: Sequoia gigantea,
12,28 m Durchmesser (würde einem Kreisumfang von 38,6 m entsprechen, angegeben jedoch: 41 m Umfang, möglicherweise ovaler Stammkörper)
Oaxata, Mexiko: Sumpfzypresse (Taxodium mukronatum),
15,48 m Durchmesser (würde einem Kreisumfang von 48,6 m entsprechen, angegeben jedoch 46 m Umfang, möglicherweise ovaler Stammkörper), Höhe: 41 m
Die höchsten Bäume der Erde:
Kalifornien: Sequoia sempervirens, 112 m
Australien: Eukalyptos, über 100 m
Der älteste nachgewiesene Baum:
Kalifornien, Pinus aristata,
über 4.680 Jahre, Höhe: 15 m, 100 Jahrringe auf 1 cm = 0,1 mm / JRg
Unbestätigte Berichte:
japanische Sicheltanne bis zu 7.000 Jahren
Zypressen in Algerien bis 5.000 Jahre
China: Gingko über 3.500 Jahre
Waldverteilung über Kontinente:
Amerika 41,9 %
frühere UdSSR 22 %
Afrika 15,7 %
Asien 13,6 %
Europa 4,1 %
Ozeanien 2,6 %
Es soll 25.000 bis 30.000 Holzarten auf der Welt geben, davon werden nur 1.000 Arten gehandelt
(Quelle: FH Eberswalde, Fachbereich Forstwirtschaft)
Belegte Altbäume Nähe Eberswalde:
Königskiefer: 95 cm Durchmesser
32,5 m Höhe
250 Jahre, gefällt 1981
Kroneneiche: 110 cm Durchmesser
31,5 m Höhe
330 Jahre
Lärche: 140 cm Durchmesser
50 m Höhe
218 Jahre
(Quelle: FH Eberswalde, Fachbereich Forstwirtschaft)
Rotbuche:
Vermutung: stärkste Rotbuche Deutschlands
östlich des Krakower Sees mit Umfang 8,20 m
Hainbuche:
Vermutung: stärkste und älteste Hainbuche Deutschlands
Nähe Redefin, Umfang 6,70 m, Alter ca. 700 Jahre
Eiche:
Vermutung: stärkste und älteste Eiche Europas
Der "alte Riese in Ivenack", Umfang 12,00 m, Alter ca. 1.200 Jahre
Eibe:
Vermutung: Die ältesten Eiben Deutschlands sollen bei Balderschwang (nahe zur Grenze nach Österreich) stehen - ein Paar, beide sollen über 2000 Jahre alt sein. Damit konkurriert eine ebenfalls über 2000-jährige Eibe im Bärgründle-Tal, südlich Sonthofen, in 1250 m Höhe.
Fröhlich weist darauf hin, dass von Taxus-Freunden das Alter dieser Gattung häufig überschätzt wird. Begründung: Bei der geschlechtlichen Vermehrung führt der Weg der Fruchtkerne über den Vogelmagen, so dass mit der Ausscheidung am selben Ort häufig mehrere Jungpflanzen entstehen und miteinander verwachsen. (Fröhlich Bd.10/Einführung)
Datenvergleich bei einigen Altbäume 1906/1907 und 1987/1988:
Für fünf deutsche Provinzen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts das Anlegen eines “Forstbotanischen Merkbuches” beschlossen. Hans Joachim Fröhlich hat einige dieser Daten aus den Jahren 1906 und 1907 mit aktuellen Daten verglichen*().
*(Fröhlich, Hans Joachim: “Wege zu alten Bäumen”/ 12-bändige Broschur-Reihe, 1991-1994, WDV Wirtschaftsdienst oHG )
Dabei ergaben sich bei einer 350-jährigen und einer 500-jährigen Linde folgende bemerkenswerte Unterschiede:
350-jährige Linde *(Baumdaten: Fröhlich Bd.5/Nr.105):
Umfang 1907: 330 cm / Höhe nicht erwähnt
Umfang ca.1988: 385 cm / Höhe 16 m / KroneD=18 m
Zunahme Umfang: 55 cm
Zuwachs Umfang + 0,679 cm pro Jahr = Durchmesser + 0,216 cm
Entspricht Jahrringen in diesem Zeitraum von je 1,08 mm
Über die gesamte Lebenszeit: Jahrringe je 1,75 mm
500-jährige Linde *(Baumdaten: Fröhlich Bd. 5/Nr.132):
Umfang 1907: 425 cm / Höhe 15 m / KroneD=30 m
Umfang ca.1988: 620 cm / Höhe 24 m / KroneD=18 m
Zunahme Umfang: 195 cm
Zuwachs Umfang + 2,407 cm pro Jahr = Durchmesser + 0,767 cm
Entspricht Jahrringen in diesem Zeitraum von je 3,83 mm
Über die gesamte Lebenszeit: Jahrringe je 1,97 mm
Dieses Ergebnis ist schwerlich erklärbar, denn das Dickenwachstum muss demnach in den letzten 81 Jahren doppelt so stark ausgefallen sein gegenüber der Zeit zuvor. Das ist eher unwahrscheinlich. Sollte die Lösung jedoch darin liegen, dass das absolute Alter des Baumes eher bei 300 Jahren liegt, so käme man mit Jahrresringen von 3,29 mm pro Jahr der Lebenszeit auf einen halbwegs erklärbaren Wert. Übrig bliebe die Differenz zu der zuvor genannten 350-jährigen Linde, die jedoch an ihrem Standort einen ganz anderen Lebensraum hat.
Die gleiche Rechnung bei einer 300-jährigen Buche *(Baumdaten: Fröhlich Bd. 5/Nr.104):
Umfang 1907: 400 cm / Höhe nicht erwähnt
Umfang ca.1988: 610 cm / Höhe 29 m / KroneD=21 m
Zunahme Umfang: 210 cm
Zuwachs Umfang + 2,59 cm pro Jahr = Durchmesser + 0,826 cm
Entspricht Jahrringen in diesem Zeitraum von je 4,13 mm
Über die gesamte Lebenszeit: Jahrringe je 3,24 mm
Zu einer nicht mehr existierenden Eiche bei Dobersdorf/Kr.Plön gibt Fröhlich interessante Daten wieder *(Baumdaten: Fröhlich Bd. 6/Einführung):
Umfang 1906: 570 cm / Höhe 15 m / KroneD=31 m
Umfang 1987: 730 cm / Höhe 20 m / KroneD=34 m
Zunahme Umfang: 160 cm
Zuwachs Umfang + 1,975 cm pro Jahr = Durchmesser + 0,629 cm
Entspricht Jahrringen in diesem Zeitraum von je 3,14 mm
(Falls die Eiche 500 Jahre alt geworden ist, so entspräche dies über die gesamte Lebenszeit einer Jahrringbreite von je 1,94 mm)
Fröhlich erwähnt, dass die Krone schon immer sehr ausgeprägt war. Wenn man sich bei diesen Maßen die Blätter jeweils als Schale einer Halbkugel vorstellt, so zeigt die Vergleichsrechnung, dass sich die Blattmasse etwa verdoppelt hat.
Eine weitere Eiche im Vergleich (Missionseiche, Forsthaus Brüggefeld, Baumdaten: Fröhlich Bd.5/Einführung)
Umfang 1907: 780 cm
Umfang 1987: 670 cm
Zunahme Umfang: 110 cm
Zuwachs Umfang + 1,375 cm pro Jahr = Durchmesser + 0,438 cm
Entspricht Jahrringen in diesem Zeitraum von je 2,19 mm pro Seite
Über die gesamte Lebenszeit: Jahrringe je 2,07 mm
Interessant ist bei diesem Baum eine Altersuntersuchung, bei der in 7,5 m Höhe 2 m vom Stamm entfernt aus einem 1981 gebrochenen Ast eine Scheibe entnommen wurde, Durchmesser 71 cm. Das Auszählen der Jahrringe ergab 300. Auch wenn nicht feststellbar ist, wann dieser Ast angesetzt wurde, so erlaubt der Vergleich mit dem Stamm (Durchmesser 2,50 m) eine relativ sichere Altersschätzung bei 600 Jahren.
Einiges über den deutschen Wald
Die Waldfläche wächst derzeit jährlich um 100 Quadratkilometer
Fläche: 10,7 Mio. Hektar (rd. 30 % der Landesfläche) -
(Quelle: Verbraucherministerium,1998 )
Vergleich Europa: 140 Mio Hektar
Vergleich Welt: 3.454 Mio Hektar
(Quelle: FH Eberswalde, Fachbereich Forstwirtschaft)
Aufforstung durch reiche Mäzene
Unternehmerfamilien wie Fielmann (Optikerkette), Oetker (Reederei und Nahrungsmittelkette), Termühlen (MLP), Hans Rigel (Haribo), von Ranzau (Hamburger Reedereifamilie)
Ökonomisch wenig interessant:
Kapitalrendite: nur in Ausnahmefällen wird 1 Prozent erreicht, nach üblichen ökonomischen Maßstäben “uninteressant”.
Der Grund liegt in den geringen Holz-Preisen, die durch ein gewaltiges Weltangebot (besonders osteuropäisches) bestimmt werden.
Trotz Luftverbesserung leidet ein Fünftel der deutschen Waldbäume an überdurchschnittlichem Nadel- und Blattverlust:
Buchen (32 %)
Eichen (29 %)
Fichten (26 %)
Über Jahrzehnte addieren sich Schadstoffeinträge im Boden schneller, als sie auf natürlichem Wege abgebaut werden können, vor allem Schwefel und Stickstoff.
Der deutsche Wald in Zahlen:
Bestand: rund 20 Milliarden Bäume
Fichten (35 %)
Kiefern (31 %)
Buchen (20 %)
Eichen (9%)
Jede Sekunde wachsen zwei Kubikmeter Holz nach
jährlich etwa 60 Mio Kubikmeter
knapp 40 Mio Kubikmeter werden genutzt
Wert der Holzproduktion pro Jahr: zwischen 1,3 und 1,8 Milliarden Euro
75.000 Personen arbeiten in deutschen Wäldern
700.000 Personen arbeiten in der Holz verarbeitenden Industrie
Umsatz der Holzwirtschaft: ca. 85 Milliarden Euro
53 % des Waldes sind in Staatsbesitz (34 % Bundesländer und 19 % Kommunen)
47 % Privatbesitz
Die größten privaten Eigentümer:
das Fürstenhaus von Thurn und Taxis, Regensburg: 30.000 Hektar
die Adelsfamilie Fürstenberg, Donaueschingen: 18.000 Hektar
die Hohenzollern, Sigmaringen: 14.000 Hektar
Familie Riedesel, Lauterbach: 14.000 Hektar
Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg: 13.000 Hektar
die katholische Kirche: über 100.000 Hektar
98 Prozent der Privatbetriebe besitzen weniger als 50 Hektar
Da rentables Arbeiten erst ab 1000 Hektar möglich ist, gibt es viele Kooperationen und Zusammenschlüsse:
4.700 forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse mit 430.000 Mitgliedern
(Quelle: Wirtschaftswoche 26/2003)