
Der 1000-jährige Weißdorn in Wohnsgehaig
Eine wirkliche Raritä findet sich im Nordbereich der Fränkischen Schweiz. Der kleine Ort heißt Wohnsgehaig und findet sich etwa 14 km südwestlich Bayreuths und etwa 10 km südlich der in Ost-West-Richtung verlaufenden B 22. Die knorrige Rarität steht oberhalb der einzigen Wartehäuschens an einer Bushaltestelle des Ortes, etwa zwanzig Meter den Hang hinauf.
Foto 005703: archivberlin / Efferer, September 2003 >>
Ein freundlicher Anwohner von etwa fünfzig Jahren beantwortet die Frage danach, ob der alte Weißdorn (Crataegus) nach Ansicht der Einheimischen wirklich 1000 Jahre im Holze haben könne mit einem heftigen Kopfnicknicken und erklärt, das es eher 1200 Jahre seien. Interessant sind seine Ausführungen, die dies begründen sollen.
<< Foto 005702: archivberlin / Efferer, September 2003
Knorrige und in sich verdreht wachsende
Leitungsbahnen machen diesen uralten
Baum zu einem attraktiven Stück,
auch wenn er keinen so freien Standort hat und auch von
der Höhe her nicht besonders ins Auge fällt..
Sein Großvater verstarb vor wenigen Jahren und wäre jetzt 102 Jahre alt geworden. Der alte Herr erzählte gern, das er als Kind bereits unter diesem Weißdorn gespielt hätte und dieser sich seit damals so gut wie nicht verändert hätte. Das Dickenwachstum hat der Baum teilweise in das zerklüftete Innre des Baumes verlagert. Die Saftbahnen haben sich vielfltige neue Wege gesucht, nachdem der Stamm vor vielen Jahrhunderten bereits hohl wurde.
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Foto 005701: archivberlin / Efferer, September 2003 >>
Der Standort zwischen den Geöften ist etwas eingeengt,
was ihm aber über die Jahrhunderte nichts geschadet hat.
So sind es in sich gedrehte neue Bahnen, welch die Saftströme leiten. Sein Stammumfang beträgt 4,20 m.
Der Weißdorn ist weit über die Grenzen des Fränkischen hinaus bekannt. Auch Rundfunk und Fernsehen haben sich bereits dafür interessiert.