Foto 003301: archivberlin / Efferer, April 2003 >>
Der Linden-Drilling in Salzwedel
Salzwedel mit seiner malerischen Altstadt und den attraktiven Fachwerkhäusern aus mehreren Jahrhunderten liegt südlich des Wendlandes im Schnittpunkt der Bundesstraßen 71,190 und 248. Von Uelzen aus sind es auf der B71 rund 37 km bis zu diesem Ziel. Auf diesem Weg streift man nach 14 km den Ort Spithal und sollte dort kurz verweilen, denn nördlich der B71 liegt gut sichtbar eine sehr alte Kirchenruine aus Slawischer Zeit, dessen genaues Alter nicht bekannt ist. Der Bau aus Feldsteinen ist noch immer eindrucksvoll und die inzwischen in der Ruine herangewachsene Eiche macht die historische Stätte (gleichzeitig Friedhof von Spithal) sehr attraktiv. Die Eiche selbst ist ein Junggreis von gut 300 Jahren.
<< Foto 003352: archivberlin / Efferer, April 2003
Die Kirchenruine bei Spithal
Salzwedel empfiehlt sich als interessanter Ort an der “Straße der Romantik in Sachsen-Anhalt”. Dort angekommen sollte man nicht versäumen, den Park westlich der Marinkirche aufzusuchen, um sich mehrere interessante Altbäume anzusehen.
Foto 003302: archivberlin / Efferer, April 2003 >>
Von Osten her gesehen bieten die auseinander
strebenden alten Stämme ein interessantes Bild.
<< Foto 003303: archivberlin / Efferer, April 2003
Unerwünscht ist es, in dem
Wurzelbereich herumzuklettern.
Um Maß zu nehmen
wurde eine Ausnahme gestattet.
Die interessanteste Gruppe ist ein Drillings-Verbund von Linden, deren Wurzelnester dermaßen ineinander verwachsen sind, dass ein Saftstrom-Austausch untereinander als sicher gelten kann. Dagegen ist keineswegs gesichert, dass die drei Bäume gleich alt sind; der südwestlich gelegene entspricht eher der offiziellen Altersangabe von 250 Jahren, während die beiden anderen gut 100 Jahre älter sein dürften. Dies jedenfalls ist aufgrund einiger Erfahrungen mit Linden und der Bemaßung als fundiert anzunehmen.
Die nordöstlich gelegene Linde hat einen standardisierten Umfang von 5,10 m, die vordere Gruppe von knapp 9 m und alle drei als Gruppe zusammengefasst 14,20 m.
<< Foto 003304: archivberlin / Efferer, April 2003
Aus Richtung der Stadtmitte zeigen
sich etliche Öffnungen der hohlen Stämme.
Foto 003305: archivberlin / Efferer, April 2003 >>
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"Voll der Durchblick ..." dürfte hier stimmen
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<< Foto 003306: archivberlin / Efferer, April 2003
Der Blick in die Krone erzählt von
herausgebrochenen Ästen
und vielleicht von Blitzeinschlägen ...
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Foto 003307: archivberlin / Efferer, April 2003 >>
Die Wurzeln sind dermaßen verwachsen,
dass sich schon lange die Kambialschicht an
vielen Stellen verbunden hat.
Folglich sind einige Leitungsbahnen schon
vor langer Zeit zusammengelegt wurden.
<< Foto 003308: archivberlin / Efferer, April 2003
Die alte "Kiefer 4" (ca. 200 Jahre) hat
wahrscheinlich aufgrund der Lichtverhältnisse
durch den umstehenden Bewuchs
in ihrer Jugend einen kuriosen zweiten Hauptast angelegt.
Foto 003309: archivberlin / Efferer, April 2003 >>
Mit dem seitwärts gerichteten Hauptast,
der am Seeufer dann steil nach oben strebt,
entsteht mit einigem Abstand aus Süden der Eindruck einer "4".
<< Foto 003351: archivberlin / Efferer, April 2003
Der Schlossturm im Stadtzentrum wird von
alten Eiben (350 bis 400 Jahre) eingerahmt.