
Die Klosterlinden in Malchow
Im Osten Malchows, dicht an der B 192, liegt das Kloster Malchow. Es ist eine weit verzweigte Anlage niedriger Gebäude, die rechteckig verschiedene Gärten im Verbund mit der Klostermauer umschließen. Diese Gärten haben durch die langjährige Nutzung der Gebäude als bürgerlichen Wohnraum ihre ursprüngliche Form verloren, so dass Rasenflächen die ursprünglichen Nutzflächen zur autarken Versorgung der Ordensbrüder längst verdrängt haben.
Foto 002801: archivberlin / Efferer, Juni 2003 >>
Das Naturdenkmal Nr. 280 könnte durchaus
bei der ersten Einrichtung des Klostergartens
um 1622 gepflanzt worden sein.
Nicht nur Obst und Gemüse waren in den Klostergärten jener Zeit zu finden. Ebenso wurden Blumen als Symbol des Paradieses und der Schöpfungskraft des Allmächtigen mit der fast rituellen Gartenarbeit gepflegt. Dabei hatten Rosen ob ihrer Dornen einen hohen Stellenwert, verwiesen sie doch auf das Leiden des Gekreuzigten. Besonderer Wert wurde den Heilpflanzen beigemessen. Ihr Pflege und Erforschung wurde als Auftrag empfunden und galt sowohl der Würdigung des Schöpfers als auch dem Nutzen des Menschen.
Aus der Blütezeit des Klosters sind llerdings ettliche ehrwürdige Bäume erhalten geblieben. Besonders fallen drei Linden ins Auge, von denen zwei als Naturdenkmal ausgewiesen sind (Nr. 280 und Nr. 281). Die dritte Linde hat einen wesentlich dünneren Stamm und dürfte um einiges jünger sein.
<< Foto 002802: archivberlin / Efferer, Juni 2003
Der Stammumfang: 4,80 m.
Sehr gut im Holz und kerngesund könnte die
Linde auch weitere 1000 Jahre überstehen.