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Die Tanzlinde von Limmersdorf

Bis in unsere Zeit hinein wird diese Linde als das benutzt, was sie von der Bezeichnung her ist: als Tanzlinde. Allerdings werden seit Jahrhunderten nicht die Äste des Baumes als Auflagepunkte für die Tanzdielen benutzt, sondern achteckige Säulen aus Sandstein, die eigens für diesen Zweck um den Baum herum drappiert wurden.

Foto 005401: archivberlin / Efferer, September 2003 >>

So ist zur jährlichen Tanz-Kerwa der Dorfzimmermann der wichtigste Mann, der für die richtige Statik zu sorgen hat, damit die Tanzenden nicht unvermutet aus vier Meter Höhe auf den Vorplatz der Kirche herabfallen. Tarditionsgemäß zahlt die Stadtkasse die Kosten dafür.

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<< Foto 005402: archivberlin / Efferer, September 2003

Die Linde soll 1648 von einem Bauern aus Dankbarkeit, das der 30-jährige Krieg endlich vorbei war, gepflanzt worden sein. De Stammumfang beträgt heute in einem Meter Höhe 4,30 m bei einer Baumhöhe von 19 Metern. Vor etwa 25 Jahren wurde von Hartwig Goerss der Brusthöhenumfang mit 3,80 m angegeben und die Baumhöhe mit 18 Metern. Auch erwähnte er, dass der Baum 1964 für 7000 DM saniert wurde.

Dies hat sich offensichtlich gelohnt, denn die Linde erscheint kräftig und gesund, so dass unter ihr noch weitere Jahrhunderte das Linden-Tanzfest Besucher von nah und fern anziehen kann.