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Die vergessene Linde zu Leizen

Auf der A 19 gibt es in Höhe der Südspitze des Müritz-Sees die Abfahrt “Röbel”.
Direkt in einem "toten Dreieck" zwischen dieser Abfahrt und der Bundesstraße 198 findet sich der Wendeplatz einer Sackgasse. Dieser Platz ist nur von dem
nahe gelegenen kleinen Ort Leizen zu erreichen und nur deshalb erwähnenswert, weil genau dort eine Sommerlinde steht, die auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkt.

Foto 002501: archivberlin / Efferer, Juni 2003 >>

Dies rührt allerdings daher, dass ihr Stamm (im Juni 2003) vom Grün frischer Schösslinge komplett eingehüllt wird. Erst wenn diese entfernt werden und der alte Stamm in seiner ganzen Pracht zum Vorschein kommt, ahnt man, dass es sich um einen älteren Baum handeln muss. Sein Umfang von 5,80 m legt ein Alter von 350 bis 370 Jahren nahe. Die Höhe ist mit ca. 26 m beachtlich.
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<< Foto 002502: archivberlin / Efferer, Juni 2003

Der natürliche Wundverschluss an
den Rändern funktioniert bestens.

Foto 002503: archivberlin / Efferer, Juni 2003 >>

Bei näherem Hinsehen entdeckt man,
dass der Baum bereits vor langer Zeit versuchte,
eine herbe Wunde zu schließen (oben)
Aus diesem Gewebe entwickelten sich sog. Luftwurzeln
im vermoderten Teil des alten Holzes.

Der Stamm der Linde ist hohl aber kräftig. Vielen Luftwurzeln bildete die Linde im Innern aus, von der Ostseite her durch die weite Stammöffnung gut sichtbar. Sanierungsarbeiten scheint der Baum z.Z. nicht nötig zu haben. Der natürliche Wundverschluss an den offenen Stellen funktioniert gut durch Überwallung, wenngleich das offen liegende, tote Holz immer durch Pilzbefall gefährdet ist.

Unser Thema: Alte Bäume