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Die 1000-jährige Eibe in Flintbek

Wer die berühmte alte Linde in Bordesholm besucht hat, der sollte weitere zehn Kilometer nach Norden nicht scheuen. In dem kleinen Ort Flintbek ist eine dokumentiert 1.000 Jahre alte Eibe recht einfach hinter der Kirche zu finden. Sie wurde bereits beim Bau der Kirche 1223 als altes Stück hervorgehoben. (Fröhlich, 1994, Bd.6/Nr.42, gibt nur 800 Jahre an, räumt aber ein, dass die 1000 Jahre nach der Kirchenchronik glaubhaft sind.)

Foto 001501: archivberlin / Efferer, März 2003 >>>

Wer sich mit Bäumen nicht allzu gut auskennt, könnte über den Stammumfang enttäuscht sein, denn Eiben haben nur ein geringes Dickenwachstum. Ihr Holz ist deshalb sehr fest, aber sehr biegsam, was einer der Gründe ist, weshalb wir alte Stücke dieser Gattung nur sehr selten finden.

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<< Foto 001502: archivberlin / Efferer, März 2003

Eiben durchlaufen nur ein geringes Dickenwachstum.
Daher unterschätzen viele Menschen das Alter
solcher Bäme. Der Umfang beträgt 1 m über
dem Boden bei diesem 1000-jährigen Taxus 3,80 m,
was einen Durchmesser von rund 1,20 m ergibt.
Eine Person als Größenvergleich ist auch hier sinnvoll.


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Foto 001503: archivberlin / Efferer, März 2003 >>

Kinder aus dem in unmittelbarer Nähe liegenden
Kindergarten spielen gern unter der ausladenden Krone.
Die tief herab hängenden Äste lassen ein
echtes "Höhlengefühl" aufkommen.

Das Holz des Taxus, wie der botanische Name der Eibe lautet, war begehrtes Rohmaterial für High-Tech-Waffen des Mittelalters. Für den Bau von Armbrusten war das Holz begehrt und gesucht. Ein weiterer Grund für das exzessive Schlagen von Eiben war ihre hohe Giftigkeit. Nicht wenige Pferde starben daran, wenn sie (vom Reiter unbeobachtet) Nadeln des Taxus fraßen. Bereits 400 Stück davon enthalten genug “Alkaloid Taxin”, um ein Pferd zu töten.

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<< Foto 001504: archivberlin / Efferer, März 2003

So also sieht eine 1000-jährige Borke aus?
Natürlich nicht, denn die Schichten aus den
vorigen Jahrhunderten sind längst abgeblättert
und vom Winde verweht. Nur die jüngsten zeigen sich.
Dennoch: der Taxus ist dokumentiert über 1000 Jahre alt.


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Foto 001505: archivberlin / Efferer, März 2003 >>

Typisch für eine Eibe sind immer neue Triebe
direkt an dem alten Stamm. Sie haben aufgrund
von Lichtmangel keine Überlebenschance unter
der dichten Krone und sterben nach einer Weile ab.

Vor diesem Hintergrund ist die alte Eibe in Flintbek eine Rarität. Ein Meter über dem Boden zeigt das Bandmaß 3,80 m an, das ist gleichbedeutend mit rund 1,20 m Durchmesser des Stammes. Die Höhe des Baumes beträgt rund elf Meter. Eiben werden nicht sehr hoch, sie wachsen im Alter mehr in die Beite und werden selten über 12 Meter hoch.

Unser Thema: Alte Bäume