
Die 1000-jährige Eiche in Ebstorf
Ebstorf liegt in 12 km Entfernung nordöstlich von Uelzen. Wer in Ebstorf startet und den Ort in Südrichtung (nach Melzingen, und im weiteren Verlauf nach Uelzen) verlässt, sollte rechter Hand die Augen auch schon offen halten, um jenseits eines Feldes einen Baumriesen zu entdecken. Es ist ein wirklich alter Veteran, eine Stieleiche.
Foto 003401: archivberlin / Efferer, April 2003 >>
Mit ihren rund 32 Metern Höhe ist sie ein Riese. Aus der Entfernung betrachtet sieht eine Person neben ihrem Stamm einfach winzig aus. Und sie hat ein stattliches Alter von wahrscheinlich mehr als 900 Jahren.
<< Foto 003402: archivberlin / Efferer, April 2003
Beeindruckende Wurzelanläufe ...
In der Umgebung spricht man von der “1000-jährigen Eiche”. In diese Altersgruppe kann man den Baum getrost einreihen, auch wenn er die “magische Grenze” noch nicht ganz erreicht haben wird.
Foto 003403: archivberlin / Efferer, April 2003 >>
Eine Höhlung, so groß wie eine Telefonzelle...
Der Stammumfang in 1m Höhe liegt bei 8,80 m, knapp über dem Boden sind es 12,20 m. Die kräftigen, verschlungenen Wurzelanläufe faszinieren ebenso wie ein Blick in die schlanke und hoch aufgeschossene Kone. Die drei verbliebenen Hauptäste hatten früher einen vierten Genossen, der allerdings schon lange ausgebrochen ist. Dort ist das alte Holz dr Fäulnis zum Opfer gefallen. Eine Höhlung so groß wie eine Telefonzelle klafft dort in 8 bis 9 m Höhe.
<< Foto 003404: archivberlin / Efferer, April 2003
Die schlanke, hoch aufgeschossene Krone
wirkt wie eine Leiter in das Blau des Himmels.
Hier liegt auch der gefährdete Punkt, an dem die verbliebenen Hauptäste ebenfalls ausbrechen könnten. Zum Glück wurden die Äste mit Stahlseilen gegeneinander verspannt, so dass diese Gefahr bis auf Weiteres gebannt ist. An dem toten Holz hingegen erfolgte bisher keine sichtbare Behandlung. Bleibt zu hoffen, dass der Baum dennoch vielen weiteren Generationen erhalten bleibt. Das Absterben passiert schnell, das Heranwachsen brauchte 900 Jahre!