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Das Robinien-Paar von Bullenhausen

Robinien bestechen durch ihre tiefrissige Borke in vorwiegend grauer Färbung. Nicht minder faszinierend sind die langen gefiederten Blattstände mit einzelnen rundlichen Blattteilen beidseitig des Stieles. Die 10 bis 20 cm langen hängenden Schmetterlingsblüten duften angenehm im Mai und leuchten aus dem frischen Grün des Laubes hervor.

Foto 003501: archivberlin / Efferer, April 2003 >>

Entsprechend ihrem botanischen Namen Robinia pseudoacacia wird diese Gattung auch Scheinakazie genannt. Eigentlich ist es ein Baum für sandige Böden, was durch eine Besonderheit bei der Aussaat zu erklären ist. Wenn die dunkelbraunen Samen keimen sollen, so müssen sie nicht nur überwintern, sondern ihre Schalen auch mit Schmirgelpapier bearbeitet werden; eine Eigenart, der nur mit sandigen Böden entsprochen werden kann.

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<< Foto 003502: archivberlin / Efferer, April 2003
Für Robinien beachtliche Stücke
mit einem Stammumfang von 3,20 m.

Foto 003503: archivberlin / Efferer, April 2003 >>
Die zerfurchte, häufig rautenförmig
aufgeworfene Borke ist typisch für die Robinie.
Das alte Holz ist zäh und spröde.
Es zerbirst manchmal beim Austrocknen und
hinterlässt regelrecht zerfaserte Teile -
wie hier links oben zu sehen.

Jüngere Exemplare findet man bei uns durchaus häufiger, wenn man die Augen offen hält. Alte Exemplare jedoch sind rar. Das Dickenwachstum ist bicht gerade üppig, so dass die beiden stattlichen Exemplare in Bullenhausen (nördliches Niedersachsen in Elbnähe) bei einem Alter von rund 250 Jahren einen Umfang von 3,20 m vorzeigen können.

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<< Foto 003504: archivberlin / Efferer
Dies ist eine weißblühende Scheinakazie,
die hängenden Blütendolden
sind recht attraktiv.

Foto 003505: archivberlin / Efferer >>
In diesem Stadium des Austriebs sehen die angesetzen
Dornen zwar gefährlich aus, jedoch
sind sie noch gummiweich.
Mit zunehmender Verholzung schrumpfen die Dornen;
es geht Feuchtigkeit aus den Zellen verloren.

Unser Thema: Alte Bäume